|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| ISBN: 3451292831 ISBN: 3451292831 ISBN: 3451292831 ISBN: 3451292831 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Wir empfehlen: | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Frauen und Männer unterscheidet das Geschlecht, die
Kleidung, der Gang, die Stimme und noch vieles mehr. Das wirft folgende Frage
auf :
Wie ist es mit der Sprache ?
Sprechen Frauen anders als Männer ?
Die Anfänge der feministischen Sprachwissenschaft
liegen in den USA der siebziger Jahre. In der BRD hielt im Wintersemester
1974/75 Ingrid Guentherodt erstmals ein Hauptseminar zu „Rollenverhalten
der Frau und Sprache“. Vorreiterinnen in der BRD waren die Feministinnen
Senta Trömmel- Plötz und Luise F. Pusch. Letztere war es auch, die
Ende der siebziger Jahre den Begriff der „ Feministischen
Linguistik“ prägte. Für Senta Trömmel-Plötz war
die Geburtsstunde der feministischen Sprachwissenschaft der
Moment,
„als bestimmte Feministinnen einen Blick auf ihr
eigenes Fachgebiet warfen oder eher, als bestimmte Linguistinnen feministische
Ideen auf ihre eigene Wissenschaft angewendeten. Zwei Interessen stießen
zusammen.
Die Entscheidende Triebkraft für die Beschäftigung
mit weiblicher Sprache war die neue Frauenbewegung. Diese entstand aus der 68er
Studentenbewegung, denn dort wurde nicht nur über Politik sondern auch das
Verhältnis der Geschlechter zueinander diskutiert und analysiert. Die
Frauen wollten es nicht länger hinnehmen, daß sie zwar
Flugblätter tippen, während der Diskussionsrunden Kaffee kochen und
die Kinder betreuen duften, beim politischen Diskurs und bei Visionen zu einer
Umgestaltung der Gesellschaft aber weitestgehend ausgeschlossen wurden. In
dieser Zeit gründeten sich politische Frauengruppen und es entstanden viele
Frauenzentren. Die Frauen stellten fest das die sprachlichen Ausdrucksmittel von
männlichem Denken und Empfinden geprägt waren.
Um das zu ändern und der Weiblichkeit auch in der
Sprache Ausdruck zu verleihen, wurde eine Veränderung in der Sprache
und im Sprechen angestrebt.
Das Argument zu dieser Zeit bestand darin, daß das vom
allgemeinen
(allgemein
= männlich)
Sprechen abweichende weibliche Sprechen defizitär sei. Durch die
feministischen Linguistikerinnen wurde das weibliche Sprechen aber als positiv
deklariert. Also nicht als mangelhaft gegenüber dem männlichen
Sprechen, sondern als das andere Sprechen im Sinne von Differenz zum
männlichen Sprechen.
Ist es für Männer meistens oberste Prämisse
Informationen zu vermitteln, so ist es für Frauen wichtig einen emotionalen
Bezug zu ihren GesprächspartnerInnen herzustellen und eine positive
Gesprächsatmosphäre zu schaffen. Das miteinander Sprechen und vor
allem das gegenseitige richtige Verstehen ist mit gleichgeschlechtlichen
GesprächspartnerInnen somit unbelasteter. Man spricht ja die „gleiche
Sprache“. Kommen nun aber ein Mann und eine Frau im Berufs-, Alltags-,
Privat- oder Eheleben in eine Gesprächssituation, dann gibt es nicht selten
Mißverständnisse bzw. erstaunliche Unterschiede zwischen dem was mit
dem Gesagten ausgedrückt werden sollte und dem was verstanden
wurde.
( siehe Punkt 6.2. )
|
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| |<< Anfang < Zurück Index Weiter > Ende >>| | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Zurück zur Themenseite: StudyPaper.com/Startseite/Wissenschaft/Geistwissenschaften/Psychologie Das Setzen von Verweisen (Links) auf diese Seite ist gestattet und bedarf keine vorherige Absprache. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Startseite | english | Bookmark setzen | Webseite weiterempfehlen | Copyright © | Impressum | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||