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Frauensprache - Männersprache

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Lösungsvorschläge

Es gibt einige Möglichkeiten die zur Auswahl stehen um eine gleichberechtigte Sprache zu realisieren. Die Frage ist natürlich ob eine vorgefertigte neue Sprachregelung wirklich erfolgreich sein kann? Denn für diese neuen Ausdrucksmöglichkeiten muß auch das „geistige Wollen“ da sein, es überhaupt für wichtig zu erachten, Frauen im Gespräch mitzubenennen. Und das gilt für Männer wie auch für Frauen! Es müssen vor allem Personen von der Wichtigkeit eines Wandels in der Sprache überzeugt sein, die einen entsprechenden Zugang zu den heute so meinungsprägenden Medien haben und auch die nötige Akzeptanz bei einer breiten Masse von Menschen besitzen.
Ich möchte jetzt trotzdem 3 Vorschläge, die in der feministischen Sprachwissenschaft herausgearbeitet wurden, aufzeigen.


Die Neutralisation


Dieser von Luise F. Pusch 1984 entworfene Lösungsansatz geht davon aus, daß wenn die Geschlechtsspezifikation wegfällt, für beide Geschlechter auch gleiche Chancen gelten, mitgemeint zu sein. Das würde heißen, bei dem Wort „Sprecherin“ würde das Sufix „in“, welches das Femininum markiert, wegfallen.
Ein Beispielsatz nach diesem Lösungsvorschlag müßte folgendermaßen aussehen:
„Die Sprecher, welche ihre langen Haare betont offen trug, wurde mit ihrer Professor oft in der Cafeteria gesehen.“
Also ich denke, daß solcherart Sprechen mehr „Ohrfolter“ ist, statt das es etwas zur Besserstellung der Frau im Gespräch beiträgt.


Das generische Femininum


Der 1990 ebenfalls von Luise F. Pusch vorgeschlagene Lösungsansatz zielt genau in die Gegenrichtung der Neutralisation. Hier wird vorgeschlagen, die Verwendung des Sufixes „in“ zu erhöhen. Es sollte sozusagen einfach eine Umkehrung des jetzigen Sprachgebrauchs erfolgen. So würde, wieder auf mein Beispiel „Sprecher“ bezogen, jetzt „Sprecherin als Archilexem gelten und Männer hier mitgemeint sein. Ein Satz nach diesem Ansatz könnte z.B. lauten:
„Der Sprecherin bei der Veranstaltung betonte, daß der Verwaltungsbeamtin gute Arbeit geleistet hat.“
Ich finde auch diesen Sprachregelungsvorschlag nicht sehr akzeptabel und denke, daß er im alltäglichen Sprachgebrauch keine Chancen hat sich durchzusetzen. Es ist für mich eher ein unter sprachpolitischen Aspekten entworfener Vorschlag. Das positive an dieser Sprachregelung wäre allerdings, daß Männern sehr deutlich aufgezeigt werden würde, wie einige Frauen sich beim momentanen Sprachgebrauch fühlen.

  
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